Papas Heinzelmännchen

1982

Ehedem zu Köln am Rhein
hatten es einst die Handwerker fein.

 

Es lebten dort zu dieser Zeit,
die lieben Heinzelmännchen weit und breit.

 

Beim Bäcker, beim Schreiner, beim Schuster und Schmied,
da sangen des Nachts sie ihr lustiges Lied.

 

Auch wurde der Schneider nicht vergessen,
dort wurden nämlich die Stoffe vermessen.

 

So werkelten sie die ganze Nacht,
alle vorbereiteten Arbeiten wurden zu Ende gebracht.

 

Alle Kölner hatten eine gute Zeit,
Heinzelmännchen taten niemandem etwas zu leid.

 

Sie arbeiteten freudig an allen Sachen
nur um den Menschen Freude zu machen.

 

Doch des Schneiders listige Frau,
die glaubte sie sei besonders schlau.

 

Um auf die Heinzelmännchen zu werfen einen Blick,
gebrauchte sie einen gar üblen Trick.

 

Statt des Nachts zu schlafen blieb sie munter
und warf viele Erbsen die ganze Treppe hinunter.

 

Die Heinzelmännchen kamen, wie immer, in der Dunkelheit,
und stürzten über die Treppen gar übel und weit.

 

Des Schneiders Frau nun machte eilig Licht,
gerade noch so eben sieht sie einen Wicht.

Dies alles mögen die kleinen Leute nicht.


Postwendend verschwinden sie für immer,
keine Heinzelmännchen kommen mehr in die Zimmer.

 

Die ganze Arbeit muss jeder Handwerker wieder selber machen,
des Schneiders Frau hat nun nichts mehr zu lachen.

 

So wurde bestraft ihre Bosheit und Neugier,
sie sind ja auch keines Menschen Zier.
 
 
 
Lieber Papa,
vielen Dank für Alles - in Liebe
Deine Tochter Biggi