Wir würden es wieder so machen

2nd Hand Tiere auf nehmen

Nono

Könnten wir noch einmal von vorne anfangen, wir würden es sicher wieder genauso machen.

 

99% unsere tierischen Lebensgfährten kamen aus Tierheimen oder waren in ihren Familien nicht mehr erwünscht oder konnten aus vielerlei Gründen nicht mehr versorgt werden.

 

Wie grausam war es für uns, dass wir,als wir unser Paradies im Norden verlassen mussten, und weil wir es nicht noch einmal finanzieren konnten, so traumhaft leben zu dürfen, viele unsere Freunde in andere Familien zu vermitteln, die ihnen ein gutes, liebevolles Leben bieten konnten.

 

 

Ponys, Schafe,Ziegen,Hühner, Kaninchen,Hunde und Katzen die gepflegt und versorgt werden musste, haben meinen Kindern beigebracht Verantwortung zu übernehmen und als Dank gab es Vertrauen und Schmuseeinheiten.

 

Füttern, Fell und Hufpflege, Stall ausmisten, frische Eier aus den Nestern holen, zu festen Zeiten Futter und frisches Wasser an den Futterplätzen zu verteilen--bei all diesen Tätigkeiten mussten meine Kinder mit helfen, so gut sie es eben konnten und sie taten es gerne.

 

Die Tiere waren gute Lehrmeister für meine Kinder, die auf eine etwas andere Art gelernt haben, was sozial und aufmerksam sein bedeutet.

Wusiwusi
Ich mag Dich

Heute leben nur noch Nono, ein neun Jahre alter Dackelterriermix aus dem Tierheim und Muschi, Jürgens scheue, graugtierte dreizehn Jahre alte Katze leben mit uns zusammen.

 

Die beiden Freunde werden sicher  noch ein paar Jahre leben. Ein junges Tier werden wir nun nicht mehr auf nehmen in unser Rudel, weil wir nicht wissen, wie lange wir noch halbwegs fit bleiben dürfen und übrig lassen wollen wir definitiv kein Tier müssen.

 

Beim Ludwigsburger  Tierheim haben wir bescheid gegeben, dass wir noch Platz für eine alte Katze haben, die die Hundesprache verstehen kann  und die unsere alte Muschi akzeptiert. Irgendwann wird sicher für so eine Mieze ein Platz gesucht. Sie muss ja nicht bildschön sein und darf auch behindert oder krank sein, Hauptsache, sie kommt mit dem vorhandenen Rudel , also uns, klar.

 

Auch wenn es sicher weh tun wird, wieder ein Tier los lassen zu müssen, wenn seine Lebenszeit abgelaufen ist, so wollen wir doch versuchen, für die verbleibende Zeit gute Lebensgefährten zu sein und diesem Tier noch ganz viel Liebe an seinem Lebensabend geben zu können.

 

Wenn wir Martin von unseren Plänen erzählen, strahlt er uns an und könnte er heute noch sprechen, würde er sagen--aber sofort sollt ihr wieder einem Tier ein zu Hause geben. Er hat bei unseren gemeinsamen Besuchen im Tierheim verstanden, um was es uns geht und er hat ja über 20 Jahre , in denen er zu Hause bei uns gelebt hat, mit bekommen, dass unsere Familie mit allen Tieren zufrieden und glücklich gelebt hat.

 

In all den Jahren mit unseren Tieren hatten wir auch zwei Katzenfreundinnen, die

sich ganz besonders auf Martin und seine Behinderung eingestellt haben. Wenn Pummelchen oder Duna sich zu Martin aufs Bett gelegt haben war er glücklich und er konnte seelig einschlafen, wenn er das Schnurren seiner Katzen hören durfte.

 

Kam eine Katze mal etwas später nach Hause, so hat er immer auf sie gewartet und war erleichtert, wenn sie dann ednlich auf sein Bett sprang. Noch heute denkt Martin an seine Katzen, die ihn wirklich gespürt haben und ihm oft die Angst vor der Nacht, vor den epileptischen Anfällen genommen haben. Wir haben diese beiden Katzen nicht dazu angeleitet, sie hatten das Gespür für unser Kind in sich. Und das Schnurren der Katzen hatte für Martin eine heilsame, beruhigende Wirkung, ganz ohne negative Nebenwirkungen.

 

Nun dürft in einem weiteren Kapitel nachlesen: Scrolli kleine Katze bitte anklicken.

Nono Frühjahr 2011