Das kleine Weihnachtsbäumchen

Brigitte Betzel-Haarnagel, Dez. 1991 für Martin und Alle

Es war soooo klein, so schrecklich klein und dazu auch noch ein bisschen krumm und schief gewachsen. Es schämte sich richtig für sein mickriges Aussehen in mitten all der anderen, prächtigen, groß und gerade gewachsenen Tannen in der Weihnachtsbaumschule, auf der schwäbischen Alp.  Hier wurden extra besondere Tannen gezogen, die die wunderbare Aufgabe übernehmen sollten, einmal ein Weihnachtsbaum zu werden.

 

Obwohl das kleine Tannenbäumchen schon ganze fünf Jahre alt war, wollte einfach kein so stolz und festlich aussehender Weihnachtsbaum aus ihm werden.

 

Jedes mal, wenn im Dezember Menschen kamen, um sich in der Weihnachtsbaumschule eine Tanne aus zu graben oder ab zu sägen , knarrten die kleinen, dünnen Ästchen des kleinen Tannenbäumchens unglücklich, traurig  und wenn man genau hin hörte, konnte man in diesem Knarren einen, tiefen, traurigen Seufzer hören.

 

Alle Tannen in der Weihnachtsbaumschule wussten, dass in irgendeinem Jahr, wenn sie die richtige Form und Größe für Irgendjemanden erreicht hatten, ihre Aufgabe gekommen war, die Menschen in der wunderbaren Weihnachtszeit, herrlich , festlich und leuchtend geschmückt, mit all ihrer Pracht zu erfreuen.

 

Im Übrigen wissen alle Pflanzen, welche Aufgabe ihnen unser Herrgott zugedacht hat, und so wissen auch die Weihnachtsbäume, dass sie für die schönste Zeit des Jahres von Gott geschaffen wurden.

 

Es sollte bald Weihnachten werden und an jedem Tag, wenn es am Morgen hell genug war bis in den späten Nachmittag hinein, wenn die Dunkelheit wieder ihren grauen  Mantel über die Welt legte, kamen ganz viele Menschen an diesen ganz besonderen Ort. Sie kamen entweder alleine, oder mit ihren Familien und Freunden, um sich hier in der Weihnachtsbaumschule, ihren ganz persönlichen Weihnachtsbaum ab zu holen, und mit nach Hause zu nehmen.

 

Das kleine Tannebäumchen hatte schon lange alle Hoffnung aufgegeben, jemals ein richtiger Weihnachtsbaum werden zu dürfen und ein jedes mal, wenn wieder jemand unbedacht im Vorbeigehen äußerte, wie krumm und hässlich es doch sei, bekam das kleine, traurige Tannenbäumchen wieder ein paar braune Tannennadeln mehr auf seinen zierlichen Ästchen und sein dünner Stamm verbog ein weiteres, kleines Stück.

 

Jeden Abend, wenn der Förster das Tor der Weihnachtsbaumschule wieder verschlossen hatte, sah sich das kleine Tannenbäumchen nach allen Seiten um, wie viele seiner Nachbarbäume schon nicht mehr an ihrem Platz standen. Diese Tannen hatten alle schon ihren ganz persönlichen Weihnachtsplatz gefunden.

 

Es sah ja auch wirklich etwas merkwürdig aus. So ein kleines, krummes, schiefes Tannenbäumchen, zwischen all den, in jeder Höhe und Breite, wunderschön gewachsenen Weihnachtsbäumen rings herum.

 

Einmal nur wollte das kleine Tannenäumchen wenigstens in ein Zimmer schauen dürfen, in dem ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum stand. Einmal nur, bloß um zu wissen, was es sicher nie erleben sollte.

 

All den wunderschönen, leuchtend, glänzenden Weihnachtschmuck, der nie an seinen Ästchen baumeln würde. Das warme Leuchten der Kerzen, die Wärme einer Stube, in der Weihnachten, das große Fest der Liebe, gefeiert wird, und vor allem, die strahlenden Kinderaugen, die sich an der Herrlichkeit eines Weihnachtsbaumes so sehr erfreuen können. Die Lieder, die die Menschen auf der ganzen Welt, am Geburtstagsfest von Jesus Christus singen, der aromatische Duft von Weihnachtsgebäck und die Festtagstafel. All das, wollte das kleine Tannenbäumchen  nur ein einziges Mal sehen dürfen, für einen kleinen, kurzen Moment. Damit wäre es schon zufrieden gewesen.

 

In dieser Nacht wurde es noch frostiger, als in den Dezembernächten zuvor und obwohl Tannenbäume ganz bestimmt nicht frieren, unser kleines Tannenbäumchen fror in dieser Nacht, sogar

so sehr, dass man seine dünnen Ästchen zittern sehen konnte.

 

Ein wenig Schnee fiel gegen morgen sachte vom Himmel, gerade genug, um den zierlichen Ästchen des kleinen Tannenbäumchens eine feine, schützende  Decke um zu hängen.

 

Das kleine Tannebäumchen war sehr dankbar für diesen feinen, aus funkelten Schneekristallen gewebten Umhang. Nun konnte nicht jeder sofort erkennen, wie mickrig es aussah, und vielleicht, so hoffte das kleine Tannenbäumchen, würden die Menschen nur einfach so an ihm vorbei gehen, ohne es immer wieder wissen zu lassen, wie hässlich es doch sei- denn solche Worte taten dem kleinen Tannenbäumchen so entsetzlich weh.

 

Am nächsten Morgen schloss der Förster das große Gittertor der Weihnachtsbaumschule wieder auf, stellte Spaten und Sägen bereit, die er im Kofferraum seines Autos wieder mitgebracht hatte, und so wartete er, wie an jedem Dezembertag, auf die Weihnachtsbaumkunden .

 

Sogar die Sonne blinzelte an diesem Dezembermorgen sachte zwischen den Wolken hindurch, auf die kalte Winterwelt hinunter, und es sah beinahe so aus, als wolle sie mit ihren hellen Strahlen das kleine, traurige Tannenbäumchen ein bisschen wärmen. Wie Sterne glitzerte der feine Schneemantel des kleinen Tannenbäumchens, wenn die Sonnenstrahlen ihn berührten.

 

Alle Tannen waren gespannt und aufgeregt, wenn das Knistern und Knirschen des gefrorenen Waldbodens unter den Schritten der Besucher zu hören war, ob nun auch endlich sie an der Reihe sind und als Weihnachtsbaum ausgesucht werden.

 

Auch der kleine Martin kam an diesem Tag mit seinen Eltern und Geschwistern in die Weihnachtsbaumschule.

 

In diesem Jahr durfte Martin- er ganz alleine- den Tannebaum aussuchen, der sein Weihnachtsbaum werden sollte.

 

Es war gar nicht einfach für Martin, auf dem holprigen, teilweise noch nicht ganz gefrorenen,  unebenen  Waldboden voran zu kommen. Martin kann nicht laufen, er muss mühsam lernen, sich in einem Rollstuhl fort zu bewegen. Hier, zwischen den Tannen war es dazu auch noch besonders eng und die Tannennadeln pieksten ihn ein bisschen in seine kleinen Fingerchen, und einmal sogar in sein rotes  Nässchen.

 

Eigentlich konnte Martin nur schwer glauben, dass Bäume und Pflanzen auch Gefühle haben sollen und Angst, Schmerzen, Zuneigung ebenso empfinden können wie er. Zu Hause, in Martins Garten, hatten die Eltern 16 kleine Obstbäumchen gepflanzt.

 

Sehr oft fuhr Martin mit seinem elektrischen Rollstuhl aus Versehen gegen die jungen, dünnen Baumstämmchen der kleinen Obstbäume, und verletzte so ihre feine Rinde.

 

Die Eltern versuchten immer wieder Martin zu erklären, dass Bäume auch Lebewesen sind, auch wenn sie immer auf einer Stelle leben müssen, dass sie wachsen, so wie er und dass sie für uns sehr wichtig sind, weil sie uns durch ihre Blätter mit Sauerstoff versorgen, damit wir atmen können. Sie schenken uns leckere Früchte und Schatten und Schutz und egal, zu welcher Jahreszeit, immer sehen sie wundervoll aus und machen uns Freude.

 

Und wenn die Bäume groß und stark genug gewachsen sind, dann können wir eine Hängematte oder Schaukel an ihnen aufhängen und beim Schaukeln unter ihren Ästen können wir so herrlich träumen, uns ausruhen und Kraft tanken.

 

Jedenfalls, Martin konnte es nicht so recht glauben, aber eines war klar, Martin liebt Bäume. Er kann sie riechen, anfassen und anschauen. Bäume gefallen Martin wahnsinnig gut.

 

Könnten die kleinen Obstbäumchen in Martins Garten „ Aua" rufen, sowie er und ncht nur leise ächzen, dann könnte er seinen Eltern sicherlich schon glauben, dass Bäume fühlen und spüren können.

 

Der große Bruder Ricky schob Martin so gut es halt ging über den unebenen Waldboden. Manches Stück des knorrigen Weges musste Martin in seinem Rollstuhl vom großen Bruder und dem Vater getragen werden, um an jede Tanne so dicht heran zu kommen, damit Martin sie sich von allen Seiten genau besehen konnte.

 

Martin war mächtig stolz. Er alleine sollte nun entscheiden dürfen, welcher Tannenbaum sein Weihnachtsbaum werden sollte, und egal, für welche Tanne er sich entscheiden würde, der Vater würde sie für ihn ausgraben. Die Entscheidung fiel ihm gar nicht leicht, weil jede der dreihundert Tannen, die hier noch auf Interessenten warteten, eine wahre Schönheit darstellte.

 

Die Mutter zeigte Martin einige Tannen, die für das Wohnzimmer viel zu hoch waren. So war klar, über welche Tannen Martin sich keine Gedanken machen musste, und wie hoch sein Weihnachtsbaum nur sein durfte. Höher als 2,30m, auf keinen Fall, aber größer wie der Vater, der 184cm groß ist, das durfte die Tanne schon sein.

 

Sehr genau sah Martin sich jede Tanne an. Vor einigen Tanne blieb er sehr lange stehen und dachte über sie nach, wieder andere Tannen sah Martin sich sogar mehrmals an.

 

So verging die Zeit. Sicher war die Familie nun schon über drei Stunden hier in der Weihnachtsbaumschule. Irgendwie konnte Martin einfach keine Tanne entdecken, die ihm so richtig im Herzen gefiel, von der er wollte, dass der Vater und der großer Bruder sie ausgraben und zum Auto tragen sollten. Das konnte Martin ja leider nicht alleine machen.

 

Aber dann auf einmal hielt Martin seinen Rollstuhl an und zeigte mit seiner linken Hand endlich begeistert auf einen Tannenbaum. Liebevoll sah er den Baum an und sagte ganz laut und deutlich:

„da".!!

 

Die Familie wunderte sich über Martins plötzliche Entscheidung, denn- er hatte sich im ernst doch tatsächlich- für das traurige, kleine Tannenbäumchen entschieden. Genau diese Tanne wollte Martin mit nach Hause nehmen, als seinen wunderschönen Weihnachtsbaum.

 

Nun kamen aber einige Einwände von den Eltern Brigitte und Jürgen, und Geschwistern Stefanie und Ricky, dass es doch weitaus schönere, größere Tannen hier im Wald gäbe, und dass dieses Tannenbäumchen doch auch ganz schief sei.

Martin jedenfalls bewunderte seinen kleinen Weihnachtsbaum mit einem warmen, ganz angenehmen Gefühl im Bauch, und voller Stolz, dass er nun endlich doch noch eine Tanne gefunden hat, die ihm auch wirklich gefiel., in seinem Herzen

 

Sicherlich bemerkte Martin, dass an diesem kleinen Tannenbäumchen etwas anders war, als bei allen, anderen Tannen hier in der Weihnachtsbaumschule. Das störte ihn aber überhaupt nicht. Auch er ist ja nicht, wie alle anderen Jungs, auch wenn er es noch so gerne sein würde. Er kann nicht laufen, nicht sprechen und nur seine linke Hand benutzen- aber seine Familie liebt ihn doch auch so, ganz toll, so  wie er ist.

 

Es blieb dabei, das kleine Tannenbäumchen sollte es nun wirklich  sein, da war Martin sich ganz sicher. Schließlich hatte er oft genug von den Eltern zu hören bekommen, dass auch kleine Bäume wachsen und sich verändern. Daran musste Martin denken, und seine schönen, blauen Augen strahlten vor Stolz und Glück

 

Für Martin war das kleine Tannenbäumchen der allerschönste Weihnachtsbaum. Noch nicht viel höher als er selber, in seinem Rollstuhl sitzend und die Zweige waren licht genug, um zwischen ihnen hin  durch sehen zu können. Dass das kleine Tannebäumchen alles in allem etwas krumm und schief ist, dass war Martin auch ziemlich egal.

 

Da ja nun abgemacht war, dass Martin in diesem Jahr den Weihnachtsbaum ganz alleine aussuchen durfte, musste Martins Familie auch Martins Entscheidung respektieren.

 

So fasste der große Bruder beherzt den Stamm der kleinen Tanne an, zog einmal kräftig an ihr und schon hatte er die kleine Tanne mitsamt ihrer feinen Wurzeln aus der Erde herausgezogen, ohne dass der Vater mit dem Spaten graben musste.

 

Der Förster sah die kleine Tanne etwas mitleidig an und wollte nicht einmal Geld für sie haben. Wahrscheinlich war er sogar froh, dass das mickrige, kleine  Ding nicht mehr im Weg herumstand.

 

Das kleine Tannenbäumchen war freudig fassungslos. Es konnte nur ganz schwer glauben, was da soeben geschehen war. Dass ein lieber, kleiner Junge gerade im Moment beschlossen hatte, dass sie, die dünne, schiefe, kleine Tanne der allerschönste Weihnachtsbaum aus der ganzen Weihnachtsbaumschule sein sollte, und dass dieser kleine Junge die kleine Tanne so freundlich und liebevoll ansah.

 

Martin strahlte - er strahlte wie die liebe Sonne höchstpersönlich, voller Freude über seinen, eigenst ausgesuchten, aller schönsten Weihnachtsbaum, den er soooo gerne mochte.

 

Nun konnte die kleine Tanne bei der Heimfahrt aus dem Rückfenster des Autos endlich ein Stück der großen, weiten Welt sehen und viele, viele leuchtende Weihnachtsbäume bewunderte sie in den Gärten der Häuser vor ihrem eigenen, großen Auftritt.

 

Zu Hause holte die Mutter gleich einen großen Blumentopf, füllte ihn mit feinster Blumenerde und etwas Bittersalz, und dort hinein setzten Alle zusammen, das glückliche, kleine Tannenbäumchen, dessen feine Wurzeln Gott sei Dank alle ganz unverletzt waren.

 

Am nächsten Tag war der 24. Dezember und die kleine Tanne bekam ihr festliches Gehänge. Zwar passte nur ein kleiner Teil des Familienweihnachtsschmuckes an ihre feinen Zweiglein, aber dafür war sie wirklich, als die Kerzen der Lichterkette erstrahlten, ein so wunderschöner Weihnachtsbaum, wie ihn Martin noch nie zuvor gesehen hatte.

 

46 Holzfiguren, 16 große Strohsterne, eine glitzernde, goldene Christbaumspitze und etwas Engelshaar- so stand sie nun, voller Stolz und Glück in jeder Nadel, auf einem kleinen, runden Holztisch in Martins Weihnachtswohnstube.

 

Glücklich und ganz vorsichtig hatte Martin den Weihnachtsschmuck aus Mutters geheimnisvoller Wunderkiste ausgesucht und seiner Familie angereicht, damit sie jedes Teil  ganz behutsam an die zierlichen Zweiglein seines Weihnachtsbaumes hängen konnten.

 

Am Morgen des heiligen Abends lagen wie von Zauberhand gebracht, viele, wunderschön eingepackte Päckchen unter den leuchtenden Zweigen des, vor Stolz bebenden, kleinen Tannenbäumchens.

 

Endlich, endlich war sein allergrößter Wunsch in Erfüllung gegangen - er war ein richtiger, prachtvoller  Weihnachtsbaum!!! Er konnte zusehen, wie sich die Familie von Herzen über ihren Weihnachtsbaum und ihre Geschenke freute.

 

Martin bekam ein großes Lastauto, Steffi neue Wasserfarben und Zeichenblöcke, Ricky freute sich über eine neue Gitarre, Mama bekam Wolle zu Stricken und Papa eine neue Handkreissäge. Damit waren alle so richtig zufrieden.

 

Nach der Bescherung wurden viele Weihnachtslieder gesungen und das kleine Weihnachtsbäumchen wippte sachte mit seinen Zweiglein zu den wunderschönen Melodien.

 

Danach konnte das Weihnachtsbäumchen zusehen, wie die Familie an einem traumhaft gedeckten Tisch zusammen saß, und Truthahn mit Rotkohl und Klößen aß.

 

Drei Stunden wurden nach dem festlichen Essen lustige Spiele gemacht und es wurde sogar getanzt unter dem kleinen Tannenbäumchen.

 

Der Heiligabend war so herrlich, spannend und atemberaubend.

 

Das allergrößte Geschenk aber bekam das kleine Weihnachtsbäumchen. Es durfte nicht nur in diesem Jahr ein richtiger ,wunderbarer Weihnachtsbaum sein, es durfte für immer hier bleiben und wurde nicht im Januar verheizt oder zu Elefantenfutter.

 

Es hatte ein richtiges Zuhause gefunden bei seiner Weihnachtsfamilie, einen Platz, auf dem er weiter wachsen darf, bis in den Himmel hinein.

 

Jeden Tag streichelte Martin, die für ihn erreichbaren Zweige der kleinen Tanne ganz liebevoll und strahlte mit ihr um die Wette.

 

Als der Winter so langsam aufhörte, den Boden so hart und undurchdringlich zu machen, da pflanzte die Mutter das kleine Weihnachtsbäumchen in den Vorgarten, direkt vor das Küchenfenster ein. Sie steckte einen Holzstab mit in die Erde, um den dünnen, etwas schiefen Stamm der Tanne daran fest zu binden, damit sie es nicht mehr so schwer hat, beim Wachsen gerade zu werden.

 

Jeden Tag schaut Martin nun nach seiner Tanne um zu sehen, ob es ihr gut geht und ob sie schon etwas gewachsen ist.

 

Ja, das kleine Tannenbäumchen fühlt sich so richtig wohl in Martins Garten und inzwischen ist aus ihm in der Tat ein stattlicher, wunderschöner Tannenbaum geworden und schon lange ist es nicht mehr schief und mickrig.

 

Die Tanne freut sich, wenn Martins Katzen unter ihren Zweigen sitzen, um sich zu putzen. Die bunten Blumen, und der Walnussbaum aus dem Vorgarten, sind ihre besten Freunde geworden.

 

Das Allerschönste für unsere Tanne wird immer sein, wenn Martins Eltern zum Winter die Vogelfutterringe an ihre Zweige hängen und alle Vögel aus der Gegend, jeden Tag zu Besuch kommen.

 

Der Höhepunkt eines jeden Jahres, ist die riesige Lichterkette, die immer Anfang Dezember in Ästen und Zweigen platziert wird und die ganze Weihnachtszeit hindurch, der Welt ihr Licht zum Geschenk macht. Für ganze 6 Wochen wird das kleine Tannenbäumchen, aus der Weihnachtsbaumschule, von vielen Menschen bestaunt und bewundert und ist immer wieder, ein prächtiger, wunderschöner Weihnachtsbaum in Martins Garten.

 

Und Martin, der passt jetzt immer besonders gut auf, dass er mit seinem Rollstuhl keinem Baum mehr weh tut und ihn verletzt, und er achtet sehr darauf, dass seiner Tanne kein Leid zugefügt wird.

 

Nun hat er verstanden, dass Pflanzen Gefühle haben und dass aus einem, mickrigen Tannenbäumchen ein so herrlicher Baum werden konnte, weil er ihn ausgesucht hatte und ihn genau so haben wollte, wie er war.

 

Er mochte die Tanne von Anfang an - für ihn war sie immer schön.

 

Mögen wir alle immer zur rechten Zeit, Menschen begegnen, die ihre Herzen so öffnen können, wie Martin es kann.

 

 

Euch und Ihnen Allen und alles Gute und Gottes Segen für das neue Jahr.